Am 22. Jänner 2027 verwandelt sich die Hofburg Vienna wieder in das „größte und schönste Kaffeehaus der Welt“. Der 68. Wiener Kaffeesiederball steht unter dem Motto „Wo Gedanken tanzen und der Kaffee nach Freiheit duftet“ und rückt Freiheit, Meinungsvielfalt und die Rolle von Frauen in der Wiener Kaffeehauskultur in den Mittelpunkt.
Josephine Baker als Inspiration
Als Ausgangspunkt für das Ballthema dient ein für Februar 1928 geplanter Wien-Auftritt von Josephine Baker, der damals für große gesellschaftliche und politische Diskussionen sorgte. Baker steht im Konzept des Balls für weibliche Selbstbestimmung und Freiheit. Das Motto ist zugleich jenen Frauen gewidmet, die die Wiener Kaffeehauskultur über Generationen geprägt haben.
Auch das Ballplakat greift dieses Thema auf. Im Mittelpunkt steht Tänzerin, Schauspielerin und Choreographin Rebecca Horner in einem androgyn inszenierten Frack. Das Motiv stammt von Christof Cremer, fotografisch umgesetzt wurde es erneut von Ashley Taylor.
Musik von den 1920ern bis heute
Die Eröffnung und die Mitternachtseinlage orientieren sich musikalisch am Berlin der späten 1920er-Jahre. Im Zentrum stehen Werke des Komponisten Mischa Spoliansky. Für die Arrangements und die musikalische Leitung zeichnet Bernd Oliver Fröhlich verantwortlich.
Rebecca Horner übernimmt bei der Eröffnung einen Solopart, begleitet vom Ensemble der Vereinigung Wiener Staatsopernballett. Auch das Wiener Opernballorchester und die Tanzschule Elmayer-Vestenbrugg sind Teil des Programms. Später führt das Late Night Konzert musikalisch bis in die Gegenwart und widmet sich Pop-Songs rund um Female Empowerment.
Charity für den Canisibus
2027 unterstützt der Klub der Wiener Kaffeesieder den Canisibus der Caritas Erzdiözese Wien. Das Projekt versorgt täglich Menschen in Wien mit warmer Suppe und Brot. Laut Presseunterlage werden pro Jahr rund 100.000 Teller Suppe ausgegeben.
Der Wiener Kaffeesiederball zählt zu den traditionsreichsten Bällen der Stadt. Rund 3.600 Gäste werden jährlich erwartet, mehr als 17 Orchester und Bands bespielen die Säle der Hofburg.
Der Eintritt kostet 210 Euro, der Kartenverkauf läuft bereits.








